Jagdgeschwader 7 "Nowotny"

Keimzelle des Geschwaders war das „Kommando Nowotny“ das im Sommer 1944 durch den General der Jagdflieger, Galland, durch Verlegung der II./JG 3 der Stabsstaffel    III./JG 6 und Versetzung befähigter Piloten aus verschiedenen Verbänden zur Umschullung auf die Me 262 nach Lechfeld, aufgestellt wurde.

Es ergänzte sich aus dem Erprobungskommandos Lechfeld, das überwiegend aus dem Personal der III./ZG 26 hervorging.

Aufstellung

Das Jagdgeschwader 7 wurde am 25. August 1944 in Lechfeld mit einem Geschwaderstab aufgestellt. Geplant war die Ausrüstung des Geschwaders mit zwei Jagdgruppen mit der Fw 190 A-8. Da diese jedoch nicht zur Verfügung stand, entschied man beim OKL im Oktober 1944 das Geschwader mit der Me 109 G-14 auszurüsten. Doch da auch diese Maschinen nicht zur Verfügung standen, entschloss man sich dazu, dass das Jagdgeschwader 7 das erste Geschwader sein sollte, das mit der Me 262 ausgerüstet werden sollte. Hierzu wurde dem Geschwader am 19. November 1944 das in Lechfeld liegende Kommando Nowotny als III. Gruppe unterstellt.

Das Jagdgeschwader 7 war der größte Me 262 - Verband!!

Metall - Wimpel  Stab JG 7

 

Diesen Original-Metall-Wimpel von Stab JG 7, barg im Jahre 1974 Hans Hermann Lohse aus Elmshorn in der Nähe des Flugplatzes Kaltenkirchen aus einem Erdloch

 

Quelle:"Gegen vielfache Übermacht" - Gerhard Bracke

          Motorbuch Verlag - 1. Auflage 1977

I. Gruppe

Die I./JG 7 wurde am 27. November 1944 in Lechfeld durch die Umbenennung der II./JG 3 mit einem Gruppenstab und drei Staffeln aufgestellt. Die Gruppe verfügte zwar über ausgebildete Piloten, jedoch über keine eigenen Flugzeuge. Daran änderte sich bis zum Jahresende nichts.

II. Gruppe

Die Aufstellung der II./JG 7 erfolgte am 12. Februar 1945 durch die Umbenennung der IV./JG 54, welches anschließend auf die Messerschmitt Me 262 umrüsten sollte. Ende Februar 1945 wurde mit der theoretischen Unterweisung der Flugzeugführer auf das neue Flugzeugmuster begonnen, am 15. März 1945 folgte die Aufnahme der praktischen Ausbildung in Lechfeld. Anfang April 1945 war die Umschulung einer ersten Gruppe von Piloten abgeschlossen. Diese Gruppe verlegte nach Brandenburg-Briest, wo sie aus dem dortigen Montagekopf mit der Me 262 ausgerüstet werden sollten. Die wenigen, dem Verband zugewiesenen Maschinen verlegten schließlich im Rahmen der deutschen Absetzbewegung des Geschwaders ins Protektorat Böhmen und Mähren, wo sie schließlich in der I. und III. Gruppe aufgingen. Die noch in Lechfeld verbliebenen Umschulpiloten wurden, soweit es der Ausbildungsstand rechtfertigte, ab dem 15. / 16. April 1945 ebenfalls zur Verstärkung des Geschwaders in den Prager Raum verlegt. Die noch nicht fertig umgeschulten Flugzeugführer wichen bei Annäherung der Amerikaner auf Lechfeld nach Mühldorf aus und gingen im weiteren Verlauf mit den in Süddeutschland liegenden Teilen des Jagdgeschwaders 7 in Gefangenschaft.

III. Gruppe

Die III./JG 7 entstand am 19. November 1944 in Lechfeld aus dem Erprobungskommando Nowotny.                        Das Erprobungskommando war bereits mit der Me 262 A ausgestattet, so dass die III. Gruppe die erste des Geschwaders war, die mit dem neuen Flugzeugmuster ausgerüstet wurde. Zum 30. November 1944 hatte die Gruppe eine Stärke von 14 Messerschmitt Me 262 A.  

Während der Aufstellung, wurde die III. Gruppe durch Teile des aufgelösten KG 1 "Hindenburg" ergänzt. Auf Grund des geringen Maschinenbestandes und ausgebildeter Flugzeugführer kamen nur einzelne Maschinen zum Einsatz. Am 10. Dezember 1944 verlegte die Gruppe nach Brandenburg-Briest.

Ab Mitte Februar 1945 war die III. Gruppe einsatzbereit.

 

Die III. Gruppe, war die Erste aufgestellte Gruppe des Jagdgeschwaders 7!!

IV. Gruppe

Ab 2. Mai 1945 wurde der Jagdverband 44 noch in IV./JG 7 umbenannt und dem Geschwader unterstellt. Zu einer tatsächlichen Befehlsübernahme und Führung der Gruppe durch das Geschwader ist es jedoch nicht mehr gekommen.